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5. Schlußbemerkungen

 

5.1. auf Reisen

Unterwegs in fernen Landen spielt die Nassrasur einen weiteren Trumpf aus: die Unabhängigkeit vom richtigen Stecker, der korrekten Spannung oder dem völligen Fehlen von Strom! Ein wenig Wasser (für den Schaum) reicht uns schon, wenn wir auch im Urlaub schön glattrasiert sein wollen.

Man sollte sich überlegen, ob man auch Rasiermesser und Riemen mitnehmen möchte, oder ob man sich auf Reisen nur auf den zuverlässigen Sicherheitsrasierer beschränkt. Ihn hat man ja sowieso klugerweise dabei, falls es ein Problem mit dem Messer (Beschädigung der Klinge etc.) gibt, so daß es ohnehin keine Entscheidung von "entweder - oder" ist. Mein Rat: lassen Sie das gute Messer lieber daheim! Wenn Sie Glück haben, finden Sie einen schönen, kleinen Reiserasierer völlig aus Metall. Sehr handlich und praktisch unzerstörbar.

Sowohl Seife als auch Creme machen sich im Gepäck recht klein. Wechselt man aber oft den Standort (z.B. beim freien Campen), so hat beispielsweise eine Seifenschale den Nachteil, daß man vielleicht selten Zeit hat, sie vor dem Verschließen (zum Weiterwandern) vernünftig trocknen zu lassen. Eine Tube Rasiercreme dagegen ist völlig "wartungsfrei" und wird mit fortschreitender Zeit auch immer kleiner...

Die Klingen verpacken wir sicher und trocken, damit auch auf längeren Feucht-Touren nichts rostet. Da sie so klein sind, fällt es nicht schwer, lieber eine zuviel als zuwenig mitzunehmen und gebrauchte Klingen bis zum nächsten Mülleimer (s.u.) bei sich zu behalten.

Es gibt spezielle Reise-Rasierpinsel, die nach Gebrauch und gutem Trockenschütteln in einem kleinen (belüfteten) Metalldöschen verschwinden. Darin ist er perfekt geschützt und läßt sich ohne Beschädigung im Gepäck verstauen. Den guten Dachspinsel lassen wir derweil neben dem Rasiermesser zuhause ausruhen.

Weiteres Zubehör ist von der Situation abhängig. Im Hotel haben wir sicher (evtl. in einer verkleinerten Reiseausgabe) unser bevorzugtes Aftershave-Produkt dabei. Auf einer Outdoor-Tour mit reduzierter Zielgruppe und eingeschränktem Packvolumen vielleicht besser eine einfache, aber vielseitiger verwendbare Pflegecreme. Für den kleinen und leichten Rasierstift ist eigentlich immer Platz. Man kann ja nie wissen, schließlich hilft er auch bei anderen Kleinverletzungen!

In der Natur hinterlassen wir natürlich durch unsere Rasur keine zusätzlichen Spuren. Verbrauchte Klingen, Papier etc. nehmen wir wieder mit und entsorgen alles vernünftig und so, daß niemand versehentlich oder absichtlich (Kinder!) an die Klingen geraten können. Ein offener Jugendherbergs-Papierkorb wäre z.B. eine sehr schlechte Idee.

Wandern wir fern der Zivilisation, spülen wir uns den Schaum nicht am plätschernden Bach aus dem Gesicht und von der Klinge. Wir schöpfen uns eine kleine Menge für die Creme heraus und streifen die Klinge am Handtuch ab. Auch die Reste im Gesicht werden erst mit dem Tuch entfernt, bevor wir uns am Ende am Bach erfrischen. Gibt es keinen Spülplatz, so erinnern wir uns daran, daß es bei Creme zur Not auch ohne Pinsel geht und lassen ihn im Rucksack oder daheim.

Wem diese Einschränkungen zur Rücksicht auf unsere Umwelt zu aufwendig und unpraktisch erscheinen, der sollte den natürlichen Weg wählen und auf der Tour den Haaren freie Bahn lassen und so für ein paar Tage im Jahr ganz eins mit der Wildnis werden.

 

5.2. Quellen

Für ausführlichere Informationen zu den angegebenen Titeln ziehen Sie bitte die Literaturliste zum Thema "Nassrasur" zu Rate.

[GNEGEL 1995] :   Frank Gnegel: "Bart ab - Zur Geschichte der Selbstrasur"; DuMont, Köln, 1995
[PINFOLD 2000] :   Wallace G. Pinfold: "Der goldene Schnitt - Das Bart- und Rasurbrevier für den Gentleman"; Könemann, Köln, 2000
[RITCHIE 1999] :   Roy Ritchie & Ron Stewart: "Standard Guide to Razors - Identification and Value"; 2nd edition; Collector Books/Schroeder, Paducah (KY, USA), 1999
[TRUSTY 1948] :   L. Sherman Trusty: "Barber Science In A Nutshell"; Phillips Printing Co., Los Angeles, CA, USA, 1948


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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 06.09.2002
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