2. Vorbereitung
2.1. Zubehör
- Rasiermesser:
- Messer bereitlegen
- Abziehriemen bereitlegen
- Schneidkante auf Beschädigungen untersuchen
- bei Bedarf Messer auf dem Stein schleifen (siehe Kapitel 1.1.2.5. Das Schärfen !NOCH NICHT FERTIG!)
- Klingenrasierer:
- Rasierer bereitlegen
- ggf. Rasierklinge oder Wechselkopf ersetzen
- Rasierpinsel bereitlegen
- Rasierseife, -creme oder -schaum bereitlegen
- Alaunblock oder -stift zur Blutstillung bereitlegen
- Waschbecken reinigen
2.2. Haut und Bart
Die perfekte Rasur (wenngleich im Folgenden regelmäßig von Gesicht und Bart die Rede ist, lassen sich praktisch alle Angaben auch auf die Rasur von anderen behaarten Körperpartien übertragen) lässt sich in die drei folgenden Phasen unterteilen:Wer sich nur auf das Abschneiden der Haare konzentriert und den anderen Teilen nur ungenügende Beachtung beimisst, wird nie ein optimales Rasurergebnis (und -erlebnis) erzielen. In alten Lehrbüchern für Barbiere (z.B. [TRUSTY 1948]) kann man nachlesen, daß die Profis alle drei Phasen als gleichermaßen wichtig für das Ergebnis ansehen. Die erstaunliche Härte und Zähigkeit des trockenen Haares (seine Werte übertreffen die von Kupferdraht bei gleichem Durchmesser!) erfordert eine gründliche Vorbereitung des Bartes oder anderer zu rasierender Behaarung. Eine geeignete Vorbehandlung lässt das Haar aufquellen und weicher werden und sorgt damit nicht nur für einen sanften und tiefen Schnitt, sondern auch für die Schonung der Klingenkante und somit auch - zumindest bei Rasierklingen oder gar Wechselkopfbenutzung - des Geldbeutels.
- Rasurvorbereitung
- eigentliche Rasur
- Nachbehandlung
Das Aufquellen und Erweichen des Haares geschieht durch Wasser, vorzugsweise warmes Wasser. Jeder kennt das Gefühl der weichen Kopfhaare unter der warmen Dusche. Muß man einmal kalt die Haare waschen, fühlt es sich ganz anders an, nicht nur wegen der schlechter herauszuspülenden Seife. Um gründlich "eingeweicht" zu sein, benötigt das Haar ca. 3 Minuten der warmen Feuchtigkeit. Nun trocknet Wasser aber sehr schnell auf der Haut, so daß das Einweichen durch bloßes Wasser nur durch ständiges Neuauftragen über drei Minuten hinweg erreicht würde - ein Vorgehen, daß sinnvoll wohl nur unter der Dusche zu bewerkstelligen ist. Tatsächlich ist die Dusche vor der Rasur auch eine ganz hervorragende Vorbereitung des Haares. Um aber auch danach (während der Rasur) die Feuchtigkeit im Gesicht zu erhalten, benötigt man einen feuchten Schaum, der Wasser und Wärme am Haar hält und die Verdunstung verhindert.
Darüber hinaus lässt sich durch den Schaum aus einer alkalische Seife die Quellwirkung reinen Wassers noch wesentlich steigern. Nun sind normale Waschseifen und Duschgels heutzutage meist pH-hautneutral (d.h. schwach sauer), so daß sie sich nicht so gut zum eigentlichen Aufquellen des Bartes eignen. Man sollte daher in jedem Fall (also auch nach dem Einseifen mit Duschgel oder Shampoo unter der Dusche) eine gute alkalische Rasierseife oder Rasiercreme benutzen, die extra für diesen Zweck konzipiert ist und sich durch weitere positive Eigenschaften auszeichnet. Eine gute Seife/Creme erzeugt beim Auftragen mit dem Rasierpinsel einen sehr feinen, feuchten und stabilen Schaum, der das Haar quellen lässt und die für das Aufweichen nötige Feuchtigkeit und Wärme lange festhält, ohne auszutrocknen. Der Schaum sollte in jedem Fall nur angenehm warm sein, nicht heiß! Heißer Schaum trocknet besonders schnell aus! Zu kühl sollte er allerdings auch nicht sein, denn erstens quillt und weicht das Haar bei Wärme besser, zweitens führt die Wärme auch dazu, daß sich die Haarmuskulatur entspannt und die Haare möglichst weit aus den Haarkanälen austreten. Bei Kälte wird die Muskulatur angespannt, diese zieht die Haare in die Haarkanäle und richtet sie damit auf (die sog. Gänsehaut). Die Wärme sorgt also auch auf diesem Wege für eine gründlichere Rasur.
Betrachtet man die weiteren Aufgaben des Schaumes, so wird klar, daß seine Qualität und Eigenschaften ganz erheblich zum Rasurergebnis beitragen. Neben der erwähnten Quell-, Befeuchter- und Warmhaltefunktion hilft der Schaum mit seinen Inhaltsstoffen dabei, die Haut zu beruhigen, sie vor der Klinge zu schützen und jene leicht und ohne übermäßigen Widerstand über die Haut gleiten zu lassen. Außerdem richtet der gegen die Wuchsrichtung des Haares aufgetragene Schaum das Haar auf und läßt es daher besser abschneiden. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil von Schaum gegenüber durchsichtigen Hautvorbereitern (wie Rasieröl oder reinem Wasser), ist auch seine Markierungswirkung. Jeder rasierte Bahn ist klar von dem noch nicht rasierten Bereichen der Haut abgegrenzt und nicht nur der Nassrasur-Neuling begrüßt diese Erinnerungsfunktion. Manche Seifen/Cremes haben besondere Inhaltsstoffe, die die von der Rasur strapazierte Haut beruhigen, kühlen und/oder durch z.B. rückfettende Substanzen pflegen. Spitzencremes können nach der Rasur als abschließende Pflege aufgetragen und nur leicht abgespült/abgewischt ein After Shave ersetzen.
Schaum aus Rasierseife wird stets mit einem Rasierpinsel erzeugt, entweder direkt mit dem nassen Pinsel an der Spitze eines Seifenstiftes oder in einer Rasierschale oder -tasse bzw. in einem Seifentiegel. Wird ein solches Gefäß benutzt, gibt man das ganze Seifenstück hinein (sofern es nicht ohnehin am Boden eingeschmolzen ist, siehe Kapitel 1.2.1. Rasierseife !NOCH NICHT FERTIG!) und fügt etwas warmes Wasser hinzu. Nicht zu heiß, da sonst zu viel Seife gelöst (verschwendet) wird, der Schaum zu schnell trocknet und manchmal auch verklumpt.
Bei der Creme hat man (zumindest behautpten das viele Anbieter) die Wahl zwischen den Fingern und dem Pinsel. Ein wirklich volumiger Schaum mit guten Warmhalteeigenschaften und Stützwirkung für das weiche Haar kann jedoch nur mit dem Pinsel erzeugt werden. Die Creme wird auf die Spitze des mit warmem Wasser tropfnassen Pinsels gegeben und direkt im Gesicht aufgeschäumt. Der Pinsel wirkt auch wie ein mildes Peeling auf die Haut und sie wird von Verunreinigungen und Absonderungen (Schweiß und Fette sowie abgestorbene Hautschuppen) befreit. Diese wichtige Wirkung ist ein wesentlicher Beitrag für den Ruf der Nassrasur als besonders pflegende Rasurmethode und hinterlässt die Haut in einem gepflegten und frischen Zustand. Die angesprochene Peelingwirkung leistet bereits einen Beitrag für die Bekämpfung einwachsender Haare - bei starker Neigung zu diesem Haarproblem sollte vor der Rasur und ggf. auch jeden Abend ein (nicht zu aggressives) richtiges Peeling durchgeführt werden.
Ein Kommentar zu fertigen Rasierschaum, zumindest bei der Anwendung direkt aus der Dose und mit den Fingern aufgetragen: Note mangelhaft! Es folgt eine Zusammenstellung der Aufgaben und Wirkungen eines Qualitätsschaumes, der aus Creme oder Seife mit warmem Wasser selbst hergestellt und mit dem Pinsel aufgetragen wird. Bei dem üblicherweise viel zu trockenen Dosenschaum, der ja auch nur Zimmertemperatur hat, fehlen hingegen die mit einem Stern gekennzeichneten Angaben völlig oder werden nur eingeschränkt erreicht.
Wirkung von warmem Qualitätsschaum bei Auftrag mit dem Pinsel:
(*: Diese Eigenschaften fehlen bei Dosenschaum oder sind nur eingeschränkt vorhanden)
- der Schaum erweicht das Haar durch:
- Feuchtigkeit*
- Wärme*
- alkalische Seife
- der Schaum speichert in der Vorbereitungszeit und während der Rasur:
- Feuchtigkeit*
- Wärme*
- die Haut wird von Schmutz, Schweiß, Fett und Hornschuppen gereinigt*
- der Pinsel sorgt für ein mildes Peeling*
- der Pinsel und der stabile Schaum richten das Haar für einen glatten Schnitt gerade auf*
- die Wärme schiebt das Haar für einen gründlichen Schnitt aus dem Haarkanal*
- der Schaum markiert die rasierten Bahnen
- der Schaum bindet Hautschuppen und abgetrennte Haare, so daß die Klinge leicht gereinigt werden kann
- die Inhaltsstoffe des Schaumes...
- schützen die Haut vor Verletzungen*
- lassen die Klinge leicht über die Haut gleiten
- kühlen und beruhigen die Haut*
- pflegen die Haut (Rückfettung etc.)*
Wie geht man nun genau vor bei der Vorbehandlung der Haut? Die einzelnen Schritte bei verschiedenen Vorbereitungsmethoden mögen sich leicht unterscheiden (sie sind im weiteren detailliert angegeben), aber die grundsätzliche Strategie lautet: Befeuchten der Haut, Schaumerzeugung und Einseifen, Einwirkzeit abwarten und ggf. zwischendurch gelegentlich Nachseifen.
Die Barbiermethode mit heißen Tüchern
Wer sich früher beim Barbier rasieren ließ (manche Salons bieten diese Dienstleistung auch heute noch an!), der wurde rundum verwöhnt und konnte eine gründliche Vorbereitung genießen. Zuerst wurde der Kunde auf dem Rasiersessel in eine bequeme, liegende Position gebracht und mit einem Umhang geschützt. Eine vorsichtig rundum zwischen Hals und Umhangkragen eingeschobene Serviette verhinderte das Eindringen von Wasser oder Schaum und diente später bei der Rasur auch dem Barbier für das Trocknen der Finger und das Abstreifen des Messers. Nun ging es an die erste Schaumbereitung.
In den guten Barbierstuben hatte aus Hygienegründen jeder Stammkunde seinen eigenen Rasierbecher (mit seinem Namen in Goldschrift und oft auch mit einer Darstellung seines Berufsstandes) und seinen eigenen Pinsel. Diese Tassen und Pinsel standen in einem speziellen Regal in der Barbierstube, jeder in einem eigenen Fach wie in einer Art überdimensionalem Setzkasten. In der Rasiertasse befand sich entweder bereits Rasierseife, die erhitzt und verflüssigt dort hineingegossen wurde und dann erstarrte - oder es wurde nun ein Stück Rasierseife oder Seifenflocken hineingegeben. Sicher wurde irgendwann auch Rasiercreme verwendet, die die Verwendung von Rasiertassen oder -schalen überflüssig machte. Der Barbier musste nun für den Kunden deutlich sichtbar (aber ohne viel Geklapper!) einen warmen und festen Schaum frisch zubereiten. Dazu gab er warmes Wasser in die Tasse auf die Seife und goß etwas wieder ab, ein paar Rituale müssen sein. Nun wurde mit dem Pinsel die Seife aufgeschlagen, bis sie die Konsistenz von fester Schlagsahne hatte, schließlich durfte sie nach dem Auftragen nicht sofort wieder vom Gesicht fließen, sondern sollte sogar dem aufgeweichten Haar Halt geben.
Nun wurde der Kunde das erste Mal eingeseift, indem der Schaum mit dem Pinsel in kreisenden Bewegungen auf die behaarten Bereiche des Gesichtes aufgetragen wurde. Der Barbier griff mit dem Daumen, Zeige- und Mittelfinger am Griff vorbei in die Borsten, um sie zu stützen und um sie in eine besondere Form zu zwingen, wenn z.B. die Oberlippe eingeseift werden sollte. Schließlich sollten nur die Barthaare erwischt werden, nicht die Nasenlöcher. Mit den Fingern in den Pinselhaaren war schnell eine passende Form (z.B. ein feiner Fächer) hergestellt, um ganz genau arbeiten zu können.
Nach diesem gründliche Einseifen mit dem Pinsel wurde der Schaum mit den Fingerspitzen sanft in die Haut und die Bartstoppeln einmassiert. Der Barbier nahm sodann ein heißes, nasses Handtuch aus einem speziellen Heizgerät oder -schrank, oder tauchte einfach ein Tuch in heißes Wasser. Nach dem Auswringen und dem Abwarten einer für das Gesicht akzeptablen Temperatur wurde es dem Kunden derart aufgelegt, daß die Mitte des Tuches den gesamten behaarten und eingeseiften unteren Bereich vom Hals bis zur Oberlippe bedeckte. Die beiden Enden des Tuches wurden einfach um die jeweilige Wange herum und oberhalb der Nase über die Augen und die Stirn gelegt (das Tuch wurde nicht angedrückt!).
Auf diese Weise war bis auf ein Loch in der Mitte das gesamte Gesicht samt Seiten und Hals bedeckt und der Kunde konnte trotz des nassen Handtuchs gut durch die Nase atmen. Die Wärme, der feuchte Dampf und der Schaum wirkten nun einige Minuten ein und der Kunde konnte unter dem Tuch komplett entspannen.
Die Zeit wurde genutzt, um das Messer gründlich frisch abzuziehen und um neuen Rasierschaum herzustellen. Nach Ablauf der Einwirkzeit (mindestens 3 Minuten) wurde nun das nasse Handtuch abgenommen und damit der alte Schaum gründlich entfernt. Sofort wurde frischer, warmer Schaum aufgetragen und die eigentliche Rasur begann. Nach dem erste Durchgang wurde erneut eingeseift, sofern der Kunde nicht lediglich eine einfache Rasur mit nur einem Rasurgang wünschte. Auch zwischendurch griff der Barbier gelegentlich zum Pinsel, wenn z.B. der Schaum auf dem Gesicht zu trocknen anfing oder eine Stelle erneut zu rasieren war.
Die Methode nach dem Duschen
Heutzutage rasiert man sich üblicherweise allein und hat meist auch keinen bequemen Sessel im Bad, um die genannte Prozedur tagtäglich zu vollziehen. Am nahesten kommt man der genannten Methode daher, indem man vor der morgendlichen Nassrasur eine schöne, heiße Dusche nimmt. Das warme Wasser, der Dampf und das Duschgel haben zwar nicht ganz die Wirkung eines echten Rasierschaums unter dem Tuch, aber das Haar wird trotzdem schon recht gut für das anschließende Einseifen vorbereitet.
Das Zähneputzen sollten Sie vor der Rasur erledigen. Legen Sie sich danach Ihr Rasiermesser oder Ihren Rasierer bereit - falls eine neue Klinge fällig ist, wechseln Sie diese jetzt mit trockenen Händen! Die Rasierseife oder -creme und den Pinsel stellen Sie auf eine Ablage in der Dusche oder legen sie außerhalb der Dusche so ab, daß Sie sie aus der Dusche heraus erreichen können. Duschen Sie nun ganz normal und waschen Sie auch Ihr Gesicht gründlich mit Shampoo, Duschgel oder einer anderen Seife. Duschen Sie gewöhnlich lauwarm oder kalt, so sollten Sie Ihr Gesicht von dem kühleren Wasser aussparen und hier möglichst warmes Wasser verwenden. Natürlich nicht so heiß, daß Sie sich verbrühen - richtig schön warm eben. Machen Sie Ihr Gesicht gleich als erstes nass, dann erreichen Sie die drei Minuten Einweichzeit mit Leichtigkeit.
Sie stehen jetzt frisch geduscht und schön durchgewärmt noch immer unter der Dusche. Bevor Sie diese nun abstellen, nehmen Sie Ihren Rasierpinsel zur Hand und befeuchten ihn gründlich mit sehr warmen Wasser (der nicht so leicht Wasser aufnehmende Borstenpinsel kann auch bei Beginn der Dusche schon einmal angefeuchtet werden), so daß er tropfnass ist. Wenn Sie Rasierseife verwenden, dann geben Sie auch etwas Wasser auf die Seife. Nun erst wird die Dusche abgestellt. Die Seife wird aufgeschlagen und noch in der Dusche in einer ersten, vorläufigen Schicht auf den Bart aufgetragen. Wenn Sie Rasiercreme benutzen, so geben Sie diese direkt auf die Spitze des nassen Pinsels und verteilen Sie diese etwas im Bart.
Verlassen Sie nun vorsichtig die Dusche und stellen Sie sich vor den Spiegel. Wenn Sie nicht frieren und Sie sich so wohlfühlen, tun Sie das weitere nackt. Wenn Ihnen dabei eher unwohl ist, ziehen Sie sich einen weichen Bademantel mit weitem Kragen (damit er nicht die zu rasierende Halsansätze bedeckt) an. Jetzt seifen Sie sich mit kreisenden Bewegungen des Pinsels nur mit der Pinselspitze gründlich ein. Alle Bereiche, die später rasiert werden sollen, müssen eingeschäumt werden! Der Schaum soll so fest sein, daß er nicht herunterläuft. Wird er zu trocken, tauchen Sie die Pinselspitze in warmes Wasser, welches Sie jetzt in das mit dem Stöpsel verschlossene Waschbecken einlaufen lassen (2-3 Liter sind völlig ausreichend). Der Schaum soll warm, aber nicht heiß sein - heißer Schaum trocknet zu schnell aus. Die Haut sollte so dick mit Schaum bedeckt sein, daß zumindest die abzurasierenden Haarstoppel gut bedeckt sind. Mehr Schaum speichert auch mehr Wärme und Feuchtigkeit, aber Schaumgebirge müsen es auch nicht sein. Für die Feinarbeit greifen Sie mit den Fingerspitzen am Pinselgriff vorbei in die Borsten, wie oben bei der Barbiermethode beschrieben.
Jetzt soll das Haar weiter quellen. Während sie den Schaum nun einwirken lassen, stellen Sie das Wasser wieder ab, wenn genug in das Becken gelaufen ist. Jetzt ist auch der Zeitpunkt, an dem bei der Messerrasur das Abziehen des Rasiermessers vorgenommen wird. Trocknen Sie Ihre Hände dazu vorher gründlich ab! Wenn Sie Lust haben, setzen Sie sich und schließen Sie ein wenig die Augen. Sie können auch gelegentlich den Pinsel wieder etwas durch das Gesicht kreisen lassen; bei Bedarf feuchten Sie ihn im Waschbecken etwas an. Die ganze Zeit wird der Pinsel nie ausgespült -- der enthaltene Schaum reicht bei einer guten Seife/Creme noch für den zweiten Rasierdurchgang und ein abschließendes Einseifen
Durch die vorgehende Dusche muss die Einwirkzeit der Seife nicht unbedingt volle 3 Minuten dauern, aber es schadet in keinem Fall! Zum Ende der Einweichzeit kreisen Sie ein letztes Mal durch alle behaarten Gesichts- und Halsregionen und pinseln zum Schluß gegen die Wuchsrichtung der Haare (i.A. nach oben), um die Haare aufzurichten und mit Schaum zu stützen. Nun beginnt die eigentliche Rasur. Zwischendurch können Sie gerne nachseifen, wenn Ihnen eine Stelle nicht gründlich genug geworden ist oder wenn der Schaum auf dem Gesicht zu trocken wird. Wenn Sie nach dem ersten Durchgang noch einen zweiten Rasurgang durchführen, wird das ganze Gesicht neu eingeseift und ohne erneute Einwirkzeit mit der zweiten Rasur begonnen.
Die einfache Methode
Die Grundmethode ohne Dusche läuft sehr ähnlich wie die Methode mit Dusche ab, wird aber nur am Waschbecken vollzogen. Erledigen Sie Ihre Zahnpflege am besten vor der Rasur, legen Sie Ihr Rasierzeug bereit und wechseln Sie ggf. (mit trockenen Händen!) die Rasierklinge aus. Waschen Sie Ihr Gesicht gründlich mit Seife oder Waschlotion und sehr warmem Wasser, spülen Sie sie es mit warmem Wasser ab und belassen Sie es feucht. Lassen Sie nun warmes Wasser in das mit dem Stöpsel verschlossene Waschbecken einlaufen und seifen Sie sich wie bei der Duschmethode mit Seife oder Creme ein, bevor Ihr Gesicht getrocknet ist. Benutzen Sie zum Befeuchten des Pinsels und zur Schaumerzeugung das Wasser aus dem Waschbecken. Ohne die vorherige Dusche ist es wichtig, daß Sie die Mindesteinwirkzeit (3 Minuten) des Schaumes einhalten -- etwas mehr schadet auch nicht, weniger ist aber schlecht! Alles weitere lesen Sie oben in der Beschreibung zur Methode mit vorheriger Dusche.
Wenn Sie auf die Dusche vor der Rasur verzichten wollen, sollten Sie es aber zumindest ein paar Mal mit Dusche versuchen - Sie werden den Unterschied deutlich merken!
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Diese Seite wurde zuletzt geändert am 06.09.2002 ©2001-2002 wolf@nassrasur.com (Dipl.-Inform. Stefan P. Wolf) | Impressum / Rechtliches |