1. Utensilien
1.1. Rasierertypen
Die in diesem Text beschriebene Nassrasur beschränkt sich auf das Entfernen von Haar (speziell Barthaar) mittels scharfer Klingen die allein durch die Hand geführt und bewegt werden (Sicherheitsrasierer und Rasiermesser). Nicht behandelt werden elektrisch oder durch manuellen Schwung betriebene rotierende oder vibrierende Trocken-Rasierapparate oder sogenannte Nass-/Trockengeräte. Ebenso ausgenommen sind Enthaarungstechniken und -vorrichtungen, deren Funktionsprinzip das Auszupfen der Haare (Pinzetten, Epilierer, Wachs etc.), das chemische Entfernen (Enthaarungscreme) oder das thermische oder elektrische Zerstören oder Veröden (Elektro-Epilation, Laser etc.) ist.1.1.1. Sicherheitsrasierer
1.1.1.1. Rasierer
Alle heute verwendeten Sicherheitsrasierern haben einen mehr oder minder ergonomisch geformten Handgriff und den daran fest oder austauschbar befestigten eigentlichen Rasierkopf mit einer oder mehren angebrachten Klingen bzw. Schneiden. Hält man den Griff senkrecht, verlaufen die Schneidekanten waagerecht - sie sind also rechtwinklig zur Griffachse ausgerichtet. Wir finden folgende Typen:
Daneben gibt es von einigen Typen noch Reisemodelle, die einen etwas kürzeren Griff haben, damit sie sich im Gepäck geringfügig kleiner machen. Lohnt sich vielleicht nur bei extrem kleinen Kulturtaschen.
- Typ 1: Rasierer mit einem Kopf zum Einspannen handelsüblicher Rasierklingen, dadurch erhält der Kopf zwei abwechselnd verwendbare Schneiden. Nach mehrmaligem Gebrauch wird nur die alte Rasierklinge entsorgt und ersetzt.
- Typ 2: Rasierer mit einem fest am Griff montierten Kopf, welcher eine oder mehrere schmale Klingen (handelsüblich sind 1 bis 3 Klingen) aufweist. Die Klingen sind fest mit dem Kopf verbunden und lassen sich nicht auswechseln. Alle Klingen befinden sich übereinander angeordnet auf einer Seite des Kopfes und werden bei jedem Zug über die Haut gemeinsam verwendet. Nach mehrmaligem Gebrauch wird der gesamte Rasierer entsorgt und ersetzt.
- Typ 3: Ein in Funktion und Konstruktion ebenso wie der Typ 2 aufgebauter Rasierer, allerdings mit einem auswechselbar am Griff montierten Kopf. Nach mehrmaligem Gebrauch wird nur der Kopf vom Rasierer entfernt und ersetzt. Neben den Originalgriffen des Herstellers der Wechselköpfe gibt es im Handel auch hochwertige Alternativgriffe in verschiedenen Materialien und Designs. Nehmen Sie einen der von Ihnen bevorzugten Köpfe zum Kauf mit, um die verwendbarkeit zu überprüfen - es gibt verschiedene Befestigungssysteme, die nicht untereinander austauschbar sind!
- Typ 2W und 3W: Die beiden vorherigen Typen gibt es auch als Modelle speziell für Frauen, meist schon am Namen erkennbar mit Zusätzen wie "for women", "beauty" etc. Meist ist der Griff anders geformt als bei den Männermodellen, da vorrangiges Ziel der Damenrasierer die Beine, Achseln und Bikinizone sind, was eine andere Griffhaltung als bei der Bartrasur bedeutet. Männer, die sich nicht nur im Gesicht rasieren (sei es aus Gründen der Ästhetik oder wie bei Radfahrern und Schwimmern für die entscheidenden Tausendstel), sollten sich trauen und vielleicht einen solchen Griff einmal ausprobieren.
Sicherheitsrasierer ermöglichen eine sehr gründliche Rasur bei gegenüber dem Rasiermesser deutlich verringerter Verletzungsgefahr und weniger notwendiger Übung. Dadurch sind sie ideal als alleinige Rasiermethode oder die schnelle, alltägliche Variante für Personen, die das Rasiermesser nur gelegentlich an besonderen Tagen verwenden wollen. Sie eignen sich generell hervorragend als Einstieg in die Nassrasur und man sollte seine Haut und Fingerfertigkeiten mit einem solchen Rasierer trainieren (siehe Kapitel 0.6. Gewöhnung der Haut). Sicherheitsrasierer sind in der Erstanschaffung wesentlich billiger als ein Rasiermesser.
Der Nachteil sind die Verbrauchskomponenten (Klinge bzw. Kopf bei Typen 1 und 3/3W, kompletter Rasierer bei Typ 2), die ständigen Nachkauf erzwingen. Bei täglichem Gebrauch hält keine der Klingentypen wesentlich länger als zwei Wochen (meist kürzer) und man sollte sich die Kosten für die regelmäßig benötigten Verschleißkomponenten auf das Jahr gesehen einmal durchrechnen.
Der Unterschied von Typ 2/2W zu Typ 3/3W ist Geschmackssache und der Konstruktionsunterschied zwischen Wegwerfkopf und Wegwerfrasierer beeinflußt das Rasur-Ergebnis selbst nicht. Die einzelnen Modelle, ihre Handhabung - auch im Wechsel der Verschleißelemente - und ihre Folgekosten unterscheiden sich hingegen und es läßt sich kein System als grundsätzlich bestes benennen. Wegen der relativ geringen Einstiegskosten stellt es aber eigentlich kein Problem dar, verschiedene Systeme auszuprobieren und das für sich selbst zufriedenstellendste herauszufinden.
Die Idee hinter den Mehrfachklingen: jedes Haar wird kurz nacheinander durch mehrere, leicht versetzte Klingen gekappt. Dabei soll es beim Abschneiden ein wenig aus dem Haarkanal herausgezogen werden und von der nachfolgenden Klinge daher etwas tiefer getroffen werden, als dies bei einem zweiten Rasierzug der Fall ist. Außerdem seien weniger Züge nötig und das schone schließlich die Haut. Dies muß man selber einmal testenund sehen, ob man einen Unterschied merkt. Man könnte schließlich auch argumentieren, daß 2 oder 3 Klingen die Haut auch wie 2 oder 3 Züge reizen und daß das Haar, wenn es überhaupt durch die scharfe Klinge herausgezogen wird, viel zu schnell wieder einzieht.
Fakt ist wohl, daß auch eine zweite und dritte Klinge eines Mehrfachkopfes etwas abrasieren. Ob das Reste sind, die vorherige Klingen einfach stehen gelassen haben, oder ob es wirklich Tiefengewinne sind, läßt sich wohl nur sehr schwer endgültig klären.
Tip: Die zumindest gelegentliche Verwendung eines Rasierklingenmodells vom Typ 1 kann die laufenden Kosten für die Benutzer der anderen Typen erheblich senken!
1.1.1.2. Rasierklingen und Wechselsysteme
Rasierklingen, Wechselköpfe und Wechselrasierer sind die Verschleißteile bei der Rasur mit Sicherheitsrasierern. Ihr Austausch zum richtigen Zeitpunkt ist Voraussetzung für eine gründliche, sichere und schonende Rasur. Was aber ist der richtige Zeitpunkt?
Nur eine wirklich scharfe Klinge mit gerader Schneidkante ohne Defekte erlaubt eine Rasur ohne übermäßigen Druck oder überflüssige Züge, welche Hautirritationen zur Folge hätten. Man weiß heute, daß ein menschliches Haar der Klinge mehr Widerstand entgegen setzt, als ein Kupferdraht gleichen Durchmessers! Bei diesem Vergleich wird klar, daß die extrem dünne Schneidkante einer Klinge beim Rasieren abnutzt und im mikroskopischen Bereich sogar regelrecht verbiegt. Rasiermesser werden aus diesem Grund abgezogen und gelegentlich nachgeschärft, für Rasierklingen und Wechselsysteme gibt es diese Möglichkeit jedoch nicht.
Von historischen Rasierklingen-Schärfgeräten (s.u.) einmal abgesehen, lassen sich die durch die Rasur verursachten Abnutzungserscheinungen von Wegwerfklingen nicht wieder beseitigen, so daß sich diese Einflüsse mit jeder weiteren Rasur ansammeln. Ein Wechsel der Verschleißteile muß also erfolgen, bevor negative Veränderungen an ihnen ein deutliches Nachlassen ihrer Rasureigenschaften bewirken.
Die Standzeit einer Klinge bzw. eines Klingensystems bezeichnet die Anzahl der Rasuren, die ohne merkliches Nachlassen der Schärfe durchgeführt werden kann, bevor gewechselt werden muß. Der Rasierende erkennt diesen Zeitraum (bzw. diese Anzahl von Rasuren) daran, daß die Rasierleistung, der Einfluß auf die Haut und die Handhabung konstant bleibt, ohne daß man durch Änderung der Vorbereitung/Nachbehandlung (z.B. Hautpflege) oder der Rasiertechnik (Anzahl Züge, Aufdrücken) einem "Nachlassen" der Klinge(n) entgegenwirken muß.
Wenn unser Ziel eine gleichbleibend gründliche und schonende Rasur ist, muß unsere Hand sich auch an einen gleichbleibenden Druck und ebenfalls gleichbleibende Rasiertechnik (einschließlich der Anzahl der Züge) gewöhnen können, damit die tägliche Rasur verinnerlicht wird und gleichsam automatisch abläuft. Während wir uns durch Übung dieser Automatik oder Routine nähern und uns bewußt um konstante Technik bemühen, lernen wir die Standzeit unseres Materials kennen und können Vergleiche verschiedener Produkte anstellen.
Es fließt ein erheblicher Forschungsaufwand und viel Technik in die Produktion moderner Klingen(systeme). Verbessert werden sollen durch diese Weiterentwicklungen vor allem die Schärfe der Klingen sowie die Haltbarkeit der Schärfe, die sog. Schnitthaltigkeit. Verbesserungen der Fertigungstechnik sollen sicherstellen, daß der Käufer einer Klingenmarke in jeder Packung und bei jeder Einzelklinge immer die gleiche Qualität vorfindet und es keine Ausreißer in der Qualität gibt.
Heutige Klingen und Wechselsysteme sind kleine hochtechnologische Wunderwerke und weit entfernt von den dünnen, geschärften Walzstahlblättchen, die noch vor wenigen Jahren Stand der Technik waren. Wir finden inzwischen mehrschichtige Modelle mit keramischem Kern, ultradünne Klingen und verschiedenste Spezialbedampfungen. Die Entwicklung geht stetig weiter und wenn man mit einem Produkt nicht zufrieden ist, gibt es zu jedem Modell auch Alternativen. Kein System bzw. Typ von Sicherheitsrasierern bedingt eine größere Investition, so daß ein Wechsel jederzeit ohne nennenswerte Verluste möglich ist.
Wechseln Sie Ihre Klingen rechtzeitig! Allgemeingültige Angaben sind unmöglich, denn die Standzeit eines Klingenfabrikats ist nicht nur von den Materialeigenschaften abhängig, sondern auch von Ihrem persönlichen Haartyp (Dicke und Festigkeit), der Art der Haarvorbehandlung (einweichen) und der Einsatzgebiete. Finden Sie durch genaue Beobachtung die für Sie und die von Ihnen verwendete Klingenmarke individuell geltende Standzeit heraus. Als grober Ansatzpunkt und Kontrollwert seien hier 10 Rasuren pro Klinge genannt.
Wie schon erwähnt leidet die Klingenschneide beim Abschneiden der Haare und erfährt mikroskopisch kleine Verformungen. Eine bemerkenswerte Eigenschaft von solcherart deformierten Schneidekanten ist es, daß sie sich nach einer Ruhezeit wieder ausrichten. Die nötige Zeit dafür beträgt mindestens 24 Stunden, je mehr umso besser.
Tip 1: Wer sich unbedingt morgens und abends rasieren muss, sollte dafür ggf. zwei Klingen/Rasierer verwenden. Wird die Ruhezeit nicht eingehalten, verringert sich die Standzeit der Klinge deutlich. Anders herum kann die Standzeit durch längere Ruhezeit erhöht werden. Diese Eigenschaft war auch schon zur Blütezeit der Rasiermesser bekannt. Viele hatten zwei Messer, die im Wechsel benutzt wurden, oder sogar Sets von sieben Rasiernessern - eins für jeden Wochentag.
Tip 2: Jedes Modell handelsüblicher Rasierklingen passt auf jeden Rasierer des Typs 1. Die Klingen sind relativ billig, also probieren Sie verschiedene Marken aus, wenn Sie mit Schärfe oder Standzeit nicht völlig zufrieden sind. Bei Wechselköpfen gibt es verschiedene Kupplungssysteme, die untereinander nicht austauschbar sind. Ggf. müssen Sie also beim Wechsel auf eine andere Kopfmarke auch den Griff wechseln. Bei den günstigen Standardgriffen ist dies kein großer Einsatz - bevor sie jedoch an den Kauf eines teuren Designergriffes denken, sollten Sie Ihr System gefunden haben.
Warnung: Die oft angebotenen Klingenpäckchen längst vergangener Marken sind Sammelobjekte - verwenden Sie sie nicht zur Rasur! Sie sind modernen Rasierklingen ohnehin unterlegen und bergen durch ihr Alter (evtl. Rost oder Keime) die Gefahr von Verletzungen und Infektionen. Dies gilt auch für originalverpackte oder eingeschweißte Klingen!
1.1.1.3. Rasierklingenschärfer
Die Idee hinter der Rasierklinge war ganz klar die Konsumbildung. Ein unentbehrlicher Verschleißartikel, der nach ein paar Benutzungen bei nachlassender Schärfe einfach weggeworfen wird. Schon kurz nach Erfindung der Wegwerfklinge begann ihre Erfolgsgeschichte. Weitreichende Patente verwehrten anderen Firmen fast überall auf der Welt ein Aufspringen auf diesen Zug. Also wurde von der Konkurrenz schnell der von den Klingenerfindern nie geplante Rasierklingenschärfer erfunden, um etwas am Erfolg der Rasierklinge teilzuhaben.
Heute haben diese Schärfer "nur" noch nostalgischen Wert. Sie werden nicht mehr hergestellt, da durch die Massenfertigung die Preise für Rasierklingen inzwischen sehr gering sind und sich ein Nachschärfen einfach nicht lohnt. Die verschiedenen Modelle und die teilweise sehr erfindungsreichen Schärftechniken sind jedoch sehr spannend und bilden ein interessantes Sammelgebiet.
1.1.1.4. Pflege und Aufbewahrung
Rasierklingen und die Klingen von Wechselsystemen werden nach kurzer Zeit ersetzt, in diesem Zeitraum ist keine besondere Pflege notwendig. Die Klingen werden ohne Hilfsmittel nur mit warmem Wasser gereinigt. Es empfielt sich, zu diesem Zweck vor der Rasur das Waschbecken ungefähr zu einem Drittel mit warmem Wasser zu füllen. In dieses wird der Rasierer vor und während der Rasur gelegentlich mit den Klingen eingetaucht und schnell hin und her bewegt. Dies entfernt Schaum und Haare und wärmt den Rasierer an, was die Rasur (besonders bei Metallrasierern) angenehmer macht. Nach der Rasur wird gründlich unter fließendem Wasser abgespült (Rasierer vom Typ 1 etwas auseinanderschrauben und auch innen abspülen) und anschließend das an den Klingen haftende Wasser einfach abgeschüttelt. An einem trockenen und vor Kinderhänden sicheren Ort aufbewahren, das gleiche gilt für Ersatzklingen/-köpfe/-rasierer.
Warnung: Um Verletzungen und Beschädigungen zu verhindern, werden die Klingen zum Reinigen niemals mit den Fingern berührt (führt sicher zu Schnitten und ruiniert die Schneidekante) und nicht abgetrocknet (beschädigt die Klingenbeschichtung und das Handtuch o.ä.). Zur Reinigung der Zwischenräume bei Mehrfachklingen keine Gegenstände in die Ritzen einführen (zerstört die empfindlichen Klingen), hartnäckige Reste ggf. herauspusten. Eine bschädigte Klinge sofort ersetzen, bei Weiterverwendung besteht Verletzungsrisiko!
1.1.2. Rasiermesser
1.1.2.1. Das Messer
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1.1.2.2. Streichriemen und Paste
Jeder, der sich mit einem Rasiermesser rasieren möchte, benötigt einen Streichriemen (siehe Bild 1.1). Dieser dient zum Abziehen des Messers, wodurch vor jeden Rasiervorgang die unvergleichliche Schärfe wiederhergestellt wird. Beim Rasieren biegt die hochfeine Schneide des Rasiermessers im Mikrobereich um, wenn sie auf ein Haar trifft -- ein sog. Grat bildet sich. Daher ist die gründlicheVorbereitung des Bartes so wichtig, um die Gratbildung so gering wie möglich zu halten. Der Grat richtet sich über Nacht teilweise wieder auf und das Abziehen auf dem Streichriemen beseitigt den restlichen Grat wieder.
Dies ist jedoch kein Schärfen, welches wesentlich seltener (alle paar Monate) und mit einem Schleif- oder Schärfstein durchgeführt wird! Der Streichriemen ist in seiner Funktion vielmehr direkt vergleichbar mit dem Abziehstahl, der in der Profiküche ständig vor der Benutzung der Messer verwendet wird. Auch dieser schärft die Messer nicht, sondern richtet die feine Schneidkante, die beim Schneiden (selbst weichesten Fleisches) im Mikrobereich umbiegt, wieder auf.
Ein Streichriemen besteht aus einem langen Streifen (Rinds-)Leder, welches üblicherweise am einen Ende in einen Metallring zum Einhängen und am anderen Ende in einen Griffring oder einen richtigen (Kunst-)Ledergriff endet.
Bild 1.1
Der richtige Griff hat den Vorteil, daß er beim notwendigen Strammziehen des Riemens nicht wie der Metallring gelegentlich schmerzhaft in die Finger drückt. Die beste Lederqualität ist das sog. Juchtenleder, welches pflanzlich gegerbt wird, was heute sehr selten und daher etwas teurer ist. Auch die Länge und Breite der Riemen variiert -- je länger und breiter, umso besser. Wenn der Riemen deutlich schmaler als die Schneide des abzuziehenden Rasiermessers ist, kann das "einfache" gerade (unten beschriebene) Abziehen nicht durchgeführt werden. Dies ist für Einsteiger unbedingt zu vermeiden! Da ein Streichriemen fast ewig hält, muß man hier vielleicht nicht unbedingt sparen -- der Riemen wird schließlich vor jeder Messerrasur benutzt und das Abziehen hat entscheidenden Anteil an einer angenehmen Messerrasur.
Manche Riemen (sog. Profi-Riemen) haben auf der Rückseite einen Hanf- oder Leinenriemen (siehe Bild 1.2). Dieser ist mit einer speziellen weißen Schleifpaste behandelt und dient dazu, das Messer noch einmal scharf zu bekommen, wenn das Abziehen auf der Lederseite allein gerade eben nicht mehr ganz ausreicht. Wer nur einen "einfachen" einseitigen Lederriemen hat, der müsste in diesem Fall entweder sein (hoffentlich scharfes) Zweitmesser bemühen oder das gerade stumpf gewordene Messer auf dem Stein nachschärfen. Mit der Hanfseite kann man dies noch ein paar Tage herauszögern, bis man Zeit zum richtigen Schärfen hat.
Bild 1.2
Für das tägliche Abziehen des Selbstrasierers (im Gegensatz zum Berufsbarbier, der mehrmals täglich mit stumpfen Messern kämpfen musste) wird diese Seite nicht verwendet. Solange das Messer scharf ist, reicht das Leder. Ob man einen Riemen mit Leinenseite benötigt, hängt davon ab, ob man z.B. immer noch ein oder mehrere scharfe Ausweichmesser hat und ob das Rasiermesser als alleiniges Rasiergerät verwendet wird. Der Profiriemen kann in manchen Situationen helfen, ist aber kein absolutes Muss.
Für Streichriemen wird eine Reihe von Pasten angeboten, die sich nach Ihrer Anwendung und Wirkung unterscheiden. Hierbei ist Vorsicht geboten, um den Riemen nicht durch falsche Anwendung zu ruinieren! Oft wird einem die Anwendung nahegelegt, obwohl man mit ihnen mehr falsch machen als Nutzen erzielen kann. Wir unterscheiden drei Arten von Streichriemenpasten: (meist farbige) Schleifpasten für Lederriemen, Fettcreme (auch Juchtencreme genannt) als Lederpflege und weiße Schleifpaste für Hanf-/Leinenriemen.
Die farbigen Pasten (grüne, rote oder schwarze Pasten in ebenso farbig markierten Tuben oder als festere Paste in Stangenform, sowie neuerdings auch für Rasiermesser verwendete ultrafeine Diamantpasten) sind Schleifpasten. Sie erzeugen also mit kleinen Schleifkörnern am Messer einen Abrieb und dienen zum Schärfen des Rasiermessers. Sie mögen früher für den Barbier, der sein Messer ständig in Benutzung hatte und nicht andauernd auf dem Stein nachschärfen konnte (und dessen Messer nahezu Verbrauchsartikel waren!), ihre Berechtigung gehabt haben. Er hat sicher auch von der groben Hanfseite wesentlich reger Gebrauch gemacht. Für den heutigen Selbstrasierer und seinen täglich genutzen Abziehriemen gilt: "Hände weg von Schleifpasten!". Einmal auf das Leder aufgetragen, ist der Riemen auf ewig ein Schleifriemen geworden, der das Messer viel schneller als nötig abnutzt.
Erfahrene Messerrasierer, die eigene (und vielleicht auch fremde) Rasiermesser auf extremste Endschärfe bringen wollen, setzen Schleifpaste gelegentlich ein, um den Messern (nach dem Schärfen auf dem Stein) eine noch feinere Schneide zu geben. Zu diesem Zweck haben Sie separate Riemen (oft starr auf Holzlatten mit Griff geklebt, sogenannte Stoßriemen), deren Leder mit einer farbigen Paste behandelt ist. Sie schärfen dann zuerst genau wie der "Normalanwender" auf feinsten Poliersteinen und benutzen anschließend noch einen oder mehrere Riemen mit einer noch feiner als der Stein gekörnten Schleifpaste, bevor sie dann zum Abschluss wie alle anderen auch den reinen Lederriemen benutzen. Die Leinenseite ist für diesen eingeschobenen Feinschliff übrigens zu grob und sollte niemals nach dem Stein-Schärfen verwendet werden! Fazit: wer seine Messer fremdschärfen lässt oder mit der vom Stein erzeugten Schärfe zufrieden ist, braucht keine Schleifpasten zu kaufen.
Die gelbliche Fettcreme (meist in einer weißen Tube, die mit einem gelben Klebestreifen markiert ist) ist ein reines Pflegefett für hochwertige Leder- und Juchtenlederriemen. Sie enthält keinerlei Schleifkörper und nutzt daher das Messer im Gegensatz zu den oben genannten Schleifpasten nicht ab. Das Fett erhöht etwas den Hafteffekt der Klinge am Leder und unterstützt dadurch die Abziehwirkung etwas, außerdem wird das Leder vor Austrocknung bewahrt. Allerdings dauert es sehr lange, bis ein Lederriemen spröde wird und man kann sich die Creme daher auch nachkaufen, wenn man bei der Erstausstattung erst einmal darauf verzichten möchte. Bei der Anwendung nur in ganz kleinen Portionen auftragen und sorgfältig mit dem Handballen in das Leder einmassieren.
Die weiße Paste (meist in einer rein weißen Tube) schließlich ist eine sehr feine Schleifpaste für die Auffrischung der Hanf-/Leinenseite. Diese Paste ist auf diesen Riemen normalerweise bereits vom Hersteller aufgetragen und ist für die Erstausstattung daher nicht unbedingt nötig. Zur Nützlichkeit der Hanfseite ist oben schon etwas gesagt -- wer ihn nicht/kaum verwendet, braucht diese Paste nicht.
Die manchmal noch im Antiquitätenhandel oder auf Flohmärkten anzutreffenden Lederriemen, die auf einen Holzblock gezogen oder mittels eines Stellgriffes über diesen gespannt sind, sind die oben bei den farbigen Schleifpasten angesprochenen Stoßriemen. Sie sind nicht zum Abziehen für moderne, hohlgeschliffene Messer gedacht, sondern entweder wie beschrieben für Schleifpasten oder für sog. derbe Messer, die einfach nur flache, ebene Klingenseiten haben. Dies sind schwer zu schärfende Vorläufer der heutigen hohlgeschliffenen Messer und heute nur noch in Sonderfällen (z.B. Labor- bzw. Mikrotommesser) anzutreffen, nicht für die Rasur. Zum normalen Abziehen vor der Rasur sind normale Hängeriemen wie der oben abgebildete vorzuziehen, sie bieten auch viel mehr Länge und Breite für ein sorgfältiges Abziehen.
1.1.2.3. Das Abziehen
Abziehen - Warum, wann und wie? Zum Warum des Abziehens sei genug gesagt, die nächte Frage ist das Wann.
Wie schon oben erwähnt, richtet sich der Grat eines Rasiermessers in (mindestens) 24 Stunden teilweise von allein wieder auf. Je weniger der Grat aufgerichtet ist, desto größer die Gefahr, ihn beim Abziehen zu beschädigen. Um den Grat nicht abzubrechen, darf keineswegs direkt nach dem Rasieren abgezogen werden, erst nach der Ruhezeit! Glücklicherweise ist die Messerrasur so gründlich, daß man kaum auf die Idee kommt, abends (vor Ablauf der 24 Stunden) erneut zu rasieren. Wenn es doch hin und wieder vorkommt, sollte hierfür ein zweites Messer oder ein Sicherheitsrasierer verwendet werden. Fazit: vor dem Rasieren abziehen, nicht danach! Und zwar vor jeder Rasur, auch wenn es frisch geschärft wurde!
Wichtig: Eine Ausnahme sollte das neu gekaufte allererste Messer sein. Hier sollte man zuerst eine Rasur versuchen, bevor man es evtl. schon vor der ersten Rasur beim Abziehen stumpf macht. Also Bart gut vorbereiten und mit dem fabrikfrischen Messer ein paar Rasurzüge an einer einfachen Stelle (z.B. Wange) versuchen.
Wenn das MesserDieser Test ist beim ersten neuen Messer deshalb sinnvoll, damit man weiß, ob man das Messer selber stumpf gemacht hat! In dem Fall (1 oder 3 und nach dem nächsten Abziehen ist es stumpf) ist ein Umtausch unfair, im Fall 2 aber durchaus angebracht.
- ohne Ziepen sauber rasiert: ungewöhnlich aber perfekt!
- gar nicht rasiert und auch nicht ziept: das Messer ist schon stumpf gewesen -- das soll nicht so sein!
- rasiert, aber dabei ziept: das ist das normal, das Messer ist vermutlich scharf genug, nur nicht ausreichend abgezogen! Die Rasur einfach anders beenden und vor der nächsten Rasur das Messer abziehen.
Das Wie des Abziehens ist leicht zu erlernen und es gehört nur guter Wille und etwas Geduld dazu, um es zu einer ganz natürlichen, fließenden Bewegung zu machen. Ganz langsam üben, es kommt hier auf die richtige Technik and und nicht auf einen Geschwindigkeitsrekord. Eine unbedachte Bewegung kann den teuren Riemen zerschneiden, die Klinge beschädigen oder gar einen Schnitt in der Hand hinterlassen. Langsam ausgeführt ist es vom Ergebnis ebenso, wie schnell, aber langsam kann nichts passieren.
Der Riemen wird mit dem kleinen Haltering an einem festen Haken o.ä. eingehängt. Eine schmale Klinke an einer geschlossenen Tür funktioniert, es sollte aber niemand beim Abziehen die Klinke drücken können -- ein fester Haken ist die bessere Wahl. Ideal ist Bauchhöhe oder wenig darunter, so daß der Riemen, wenn er am Griff knapp neben den Bauch oder die Hüfte gezogen wird, entweder waagerecht oder besser noch ganz leicht zum Haken abfallend (also zur Haltehand ansteigend) verläuft.
Die folgende Beschreibung gut und ganz bis zum Ende durchlesen und sich im Kopf genau vorstellen, bevor man etwas zur Hand nimmt. Allzu leicht ist ein Schnitt im Riemen, der dann im schlimmsten Fall unbrauchbar ist!
Nachher während des Abziehens wird der Riemen waagerecht zum Körper hin strammgezogen und zeigt mit der Lederseite nach oben. Die Messerklinge liegt stets so (ganz flach!!!) auf dem Riemen, daß Erl und Griff eine Linie bilden und exakt (90 Grad) zur Seite weisen (siehe Bild 1.3).
Bild 1.3
Es leuchtet ein, daß bei dieser Haltung und einem zu schmalen Riemen nicht die ganze Schneidekante bestrichen wird. Der Anfänger (wenn nicht gar jeder) sollte einen solchen Riemen vermeiden -- für Interessierte folgt am Ende dieses Kapitels der Hinweis für die abzuändernde Technik bei schmalen Riemen.
Man greift den Griff des Riemens mit der linken Hand und hält das Messer in der rechten (bei Linkshändern anders herum). Der Riemen verläuft wie eben erwähnt und die Lederseite weist nach oben. Das Messer wird weit geöffnet (Griff möglichst gerade, also kein Winkel zur Klinge, siehe Bild 1.3) und die Fingerspitzen greifen Erl (das dünne Stück zwischen Klinge und Griff) und Griff so, daß man das Messer ohne Verkrampfen drehen (siehe unten!) kann -- beim Abziehen zeigt die Schneidekante abwechselnd zum einen und zum anderen Ende das Riemens.
Die Bewegung ähnelt zwar aus Laiensicht dem Bestreichen eines Butterbrotes, aber Stellung und besonders das Wenden des Messers muß hier unbedingt komplett anders erfolgen! Wie schon erwähnt (aber man kann es nicht oft genug sagen), liegt das Messer beim Streichen ganz flach auf, so daß die (Seite der) Schneide, die Seite des Rückens und die gesamte Seitenfläche (zumindest, wenn diese nicht hohlgeschliffendes wäre) des Messers das Leder berührt. Ein leichtes Anstellen (also ein Abheben des Rückens) wie beim Buttermesser ist der erste mögliche fatale Fehler, da hier definitiv die Schneide umbiegt und das Leder verkratzt. Hier ist die genaue Bewegung wichtiger als das Tempo! Das Bild 1.4 zeigt noch einmal, wie es gemeint ist (Ansicht seitlich auf den Klingenkopf).
Bild 1.4
Die Bewegung erfolgt (nachdem das Messer ganz flach aufliegt...) in Richtung Messerrücken! Das muß klar sein, der Rücken führt die Bewegung an und die Schneide wird gezogen. Einen Millimeter in die andere Richtung (in Richtung Schneide) geschoben und der Riemen hat einen Schnitt! Das wäre dann der zweite mögliche fatale Fehler (siehe Bilder 1.5 a/b). Der dritte im Bunde ist ein Durchdrücken des Riemens -- entweder durch zu schwaches Ziehen am Riemengriff oder zu starkes Aufdrücken des Messers. Biegt sich der Riemen auch nur zu einem leichten Bogen durch, dann liegt das Messer nicht mehr auch einem flachen, sondern einem nach unten gewölbten Bett und die Schneide biegt um. Also den Riemen immer in eine flache, ebene Form ziehen und das Messer nur leicht zwischen den Fingerspitzen an Erl und Griff festhaltend auf das Leder drücken -- nie pressen!
Am Ende der Bewegung (also wenn der Riemen fast zuende ist) müssen wir das Messer wenden, damit wir es wieder zurückziehen können und wieder der Messerrücken führt. Hier kommen wir zum dritten möglichen Fehler -- dem falschen Wenden -- es gibt zwei falsche und eine richtige Art. Falsch ist es, das Messer wie beim Brotschmieren abzuheben und anders herum wieder aufzusetzen. Wenn das Messer einmal das Leder berührt, dann löst es sich erst dann wieder von ihm, wenn wir mit dem Abziehen fertig sind! Wir müssen das Messer über den Rücken rollen, der dabei nie die Berührung zum Leder verliert! Dies geschieht durch ein Drehen von Erl und Messergriff zwischen den Fingerspitzen -- dies sollte man ohne Riemen mit entspannter Handhaltung vor dem Bauch üben (Messer nicht fallen lassen!). Das richtige Wenden zeigt das Bild, welches in seitlicher Ansicht die Bewegung der Klinge beim Rollen über den Rücken andeutet.
Bild 1.5 a
Am rechten (bzw. hinteren) Riemenende angelangt hebt sich die Schneidekante vom Leder, während der Messerrücken auf diesem verbleibt. Weiterdrehen (bzw. abrollen), bis die Schneidekante wieder (und immer noch der Rücken!) das Leder berührt. Nie so weit ziehen, daß die Schneide am Ende des Abrollens das angenähte Endstück des Riemens berührt!
Nun geht es wieder zurück auf dem Riemen, Rücken voran und Schneide folgt, bis wieder fast das Ende erreicht wird und wir wenden in der gleichen Weise, indem wir über den Messerrücken rollen:
Bild 1.5 b
Die andere falsche Art des Wendens ist natürlich das Wenden über die Schneidekante statt über den Rücken. Hier geht Messer und Riemen kaputt. So einleuchtend das ist, so leicht passiert es dem Anfänger beim unbedachten (und zu schnellen -- "Ha, jetzt kann ich's ja!") Streichen, denn so (Drehen über die Schneide) streicht man eben das Butterbrot und das ist hier grundfalsch!
Noch einmal zusammengefaßt:Es bleibt die Frage, wie lange das Abziehen erfolgen muß. Eine ganz feste Regel gibt es dafür nicht, da die Wirkung von Material und Technik abhängt. Etwa 10-20 Züge (pro Seite bzw. Richtung) sollten ein hinreichend scharf geschliffenes Messer perfekt abziehen. Testen Sie nach 10 Zügen pro Richtung die Schärfe, indem sie ein ausgezupftes Haar, das sie am Ende haltend mit der Wurzelseite nach oben frei stehen lassen, mit dem Messer in der Mitte zu durchschneiden versuchen. Langsam ohne Schwung, sie könnten sich verletzen! Wenn die Schneide bei diesem sogenannten Haartest das Haar sofort greift und durchtrennt, ist das Messer scharf genug für die Rasur. Wird das Haar weggedrückt, dann versuchen Sie es mit dem erneuten Abziehen. Wenn durch Abziehen keine für die Rasur ausreichende Schärfe mehr wiederhergestellt werden kann, muß das Messer neu geschärft werden. Nicht mit jedem Messer ist aber der Haartest endgültig ausagekräftig, sie sollten ihn nicht als einzigen Test verwenden. Endgültigen Aufschluss über die Brauchbarkeit der Schärfe gibt nur die Rasur selbst.
- Riemen immer stramm ziehen, nie durchdrücken oder durchhängen lassen!
- Messer immer flach auflegen, nie anstellen oder abheben!
- Messer immer in die Richtung bewegen, in die der Messerrücken zeigt, nie in Richtung Schneide!
- Messer zum Wenden immer über den Messerrücken rollen, nie über die Schneide!
- langsam, sorgfältig, langsam, aufpassen, langsam, konzentrieren, langsam, Fehler sind teuer
Wie erwähnt, kann mit dieser Grundtechnik nur gearbeitet werden, wenn der Riemen so breit ist, daß (zumindest nahezu) die gesamte Schneidkante aufliegt und im annähernd geraden Zug vollständig überstrichen (oder besser: unterstrichen) wird. Für Einsteiger nicht zu empfehlen ist ein Riemen, der deutlich schmaler als die Messerschneide ist, da hier das Messer nicht exakt gerade dem Riemen entlang geführt werden muß, sondern in einer Art sehr langgestrecktem "X". Hier die Beschreibung dieser Fortgeschrittenentechnik:
In Ausgangsposition setzt man das Messer vor dem Bauch (Schneide zeigt zum Körper) so auf, daß die Spitze des Messers so weit über den Rand des Riemens vorragt, daß das andere Ende der Schneidekante vollständig auf dem Leder aufliegt. Während man nun ganz analog zum geraden Zug vom Körper weggleitet, zieht die Hand das Messer zudem ganz leicht zur Seite -- und zwar so dosiert, daß am Ende des Zuges die vorher überstehende Messerspitze nun gerade eben vollständig auf dem Leder liegt und nunmehr die der Hand zugewandte Seite der Schneide auf dieser Seite des Riemens etwas übersteht.
Beim nun erfolgenden Abrollen über den Messerrücken drückt die Hand das Messer (Rücken berürht das Leder, Schneide ist am höchsten Punkt und zeigt nach oben) wieder ein Stück über das Leder, so daß beim anschließend vollständig gewendeten Messer erneut die Spitze des Messers übersteht und die andere Seite voll auf dem Leder liegt. Die Rückbewegung zieht nun wieder auch ein wenig zur Seite, daß bei Ankunft dicht vor dem Körper nun die Spitze auf dem Leder liegt. Auch hier beim Wenden am höchsten Punkt etwas drücken, um wieder die vor dem ersten Zug beschriebene Ausgangsposition zu erreichen. Die Spitze des Messers bewegt sich beim Hin- und Rückzug wie erwähnt auf den beiden sich kreuzenden Schenkeln eines langgezogenen "X".
1.1.2.4. Schärfstein
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1.1.2.5. Das Schärfen
Unter Schärfen versteht man die Wiederherstellung einer Schneidkante mittels Materialabtrages (Materialverlust!). Man trägt also beim Schärfen mit einem rauhen Gegenstand (Stein, Schleifbänder etc.) mehr oder weniger Metall von der stumpfen (abgerundeten) Schneidkante eines Messers ab, um die ursprüngliche, im Querschnitt spitz zulaufende Schneide wiederzuerlangen.
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... wird fortgesetzt...
1.1.2.6. Pflege und Aufbewahrung
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1.1.3. andere Rasierer
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1.2. Schaum
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1.2.1. Rasierseife
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1.2.2. Rasierschaum
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1.2.3. Rasiercreme
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1.2.4. andere (Rasieröl ...)
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1.3. Rasierpinsel
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1.4. Rasierstift / Rasierwatte
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1.5. Aftershaves
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1.6. andere (Puder, Rasierschale / -becher ...)
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